Herzlich willkommen im Baskenland! - Ongi Etorri

Manon Wild | 14.09.2018

Im Norden Spaniens, zwischen dem Golf von Vizcaya und den Pyrenäen, leben die Basken. Diese wunderbar grüne und hügelige Region erstreckt sich entlang der Atlantikküste bis südlich nach Navarra. Sie ist halb so gross wie die Schweiz und lediglich bevölkert von 2,7 Millionen Einwohnern.

Das Strassen- und Wandernetz ist gut ausgebaut und beschildert. Eine Besonderheit ist das Radnetz der «Vias Verdes»: über die ehemaligen und gut restaurierten Eisenbahntrassen freuen sich Velofahrer und Spaziergänger. Die hügeligen Küstenstrassen überraschen immer wieder mit einem tollen Blick auf eine versteckte Bucht und ein Picknick am Meer. Ein feines Mittagessen hoch oben auf dem Gipfel runden einen genussvollen Flyertag ab.


BASKISCHE TRADITION, KULTUR UND KULINARIK Die Basken gelten als eigenwillig, fleissig und stolz. Zur sportlichen Tradition gehört besonders «Pelota». Kurz erklärt ist es ein Ball-Rückschlagspiel. In fast jedem Dorf gibt es einen Pelotaplatz (Fronton) mit der charakteristischen, sehr hohen Prallwand aus Stein. Die Seefahrt hat bei den Basken eine Jahrhundertealte Tradition. Schon im 15. Jahrhundert unternahmen Walfänger ausgedehnte Fischexpeditionen nach Neufundland. Eine Besonderheit ist bis heute der Bacalao, ein Stockfisch der eine kulinarische Spezialität der Region ist und in keiner Pintxobar in Bilbao, San Sebastian oder Vitoria fehlen darf. Fangfrischer Fisch, Meeresfrüchte aber auch verschiedene Käse- und Wurstsorten versprechen eine abwechslungsreiche Küche.


In den Dörfern im Landesinnern erinnert die solide Bauweise der Bauernhäuser an die Häuser im Jura, während die Häuser an den Küsten durch ihre Farbigkeit und Fensterfassaden auffallen. Egal wie gross oder klein das Dorf oder die Stadt ist, die stets sauberen Gassen widerspiegeln die Achtsamkeit der Basken.


In Pamplona folgen wir Ernest Hemingway auf Schritt und Tritt bis zur Stierkampfarena. Auch ohne Spektakel ist sie imposant und einen Besuch wert. Ein interessanter Audio-Rundgang gibt aufklärende «Aha-Erlebnisse» zum San Fermin Spektakel.


BARKATU, HAU DA ONDARROARAKO ERRIPIDEA?* Das Baskische ist mit keiner anderen bekannten Sprache genetisch verwandt. Sie gilt als isolierte Sprache und wird noch von gut einem Viertel der Basken gesprochen. Bereits bei der Ankunft am Flughafen bei Bilbao sind alle Wegweiser in drei Sprachen beschriftet; einzig das euskara/baskische wirft Fragezeichen auf. Ansonsten spricht jeder Baske spanisch.

 

MEINE TIPPS

1. NATUR: Via verde Uriola Tal: Dank 19 Tunnels durchqueren wir alle Hindernisse im Nu und «schweben» gefahrlos über dem Uriola Tal.
 
2. WISSEN: Einzigartiges Guggenheim Museum und UNESCO- Weltkulturerbe puente colgante, die Schwebefähre über der Flussmündung bei Bilbao.
 
3. GENUSS: Pintxos über alles: Riesige Vielfalt von kleinen feinen Häppchen, serviert mit einem Glas Txakoli oder Verdejo (typischer Weisswein)


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