Südpeloponnes - Vom Taygetosgebirge zur Mani Halbinsel

Maria Rindlisbacher | 28.08.2018

Der Süden der «Insel der Pelops» gewinnt uns mit seiner unberührten, unvergleichlichen Natur, seinen herzlichen, gastfreundlichen Menschen, seinen Geschichten und nicht zuletzt  den Millionen von Olivenbäumen, die die Landschaft prägen.


Wir lassen Athen hinter uns. Die Busfahrt nach Gythio braucht etwas Zeit und so lassen wir ein erstes Mal die griechische Landschaft auf uns wirken. Im Hotel werden wir herzlich empfangen. Bald sitzen wir bei einem Ouzo oder einem Glas Landwein auf der Platia des Dorfes und freuen uns auf eines von vielen Abendessen in einer traditionellen Taverne. Schon frühmorgens lockt uns das Meer unterhalb der Hotelanlage zum Schwimmen. Das seidige Wasser, die Ruhe und die Morgenstimmung noch vor dem Frühstück sind ein wunderbarer Start in den Tag.


Unsere Ferientage sind ausgefüllt mit vielfältigen, meist anspruchsvollen Wanderungen, oft auf steinigen Pfaden auf beiden Seiten des Taygetosgebirges sowie auf der Halbinsel Mani. Im Frühling lassen die unzähligen Orchideen am Weg das Herz der Blumenfreunde höher schlagen. Die karge Landschaft der Mani Halbinsel mit ihren trutzigen Turmbauten beeindrucken uns. Auf eine völlig andere Welt treffen wir in den Tropfsteinhöhlen von Pyrgos-Dirou. Auf kleinen Booten durchfahren wir die Höhlen und staunen über die vielfältigen Formen und Farben, mit welchen die Natur diese Höhlen geschmückt hat – ein spezielles Erlebnis!


Auf die Überquerung des Taygetosgebirges zu Fuss freue ich mich immer ganz besonders. Nach dem Aufstieg zum Kloster Panagia Giatrissa, das im windigen Übergang steht, erwartet uns der grandiose Ausblick auf beide Seiten des Gebirges bis an Meer. Nach dem anspruchsvollen Abstieg ins Bergdorf Milia ruhen wir uns gerne auf der malerischen Platia des Dorfes aus.


Die quirlige Hafenstadt Kalamata ist unser Zuhause in der zweiten Woche. Weitere wunderschöne Wandertage erwarten uns. Vom fast verlassenen Bergdorf Vorio machen wir uns auf den Weg zur beeindruckenden Rintomo Schlucht. Der Blick von der uralten Brücke in die Schlucht ist grandios. Wer ins Flussbett hinunter steigt, erlebt die Enge der senkrecht aufragenden Felswände hautnah. Mit ausgestreckten Armen kann man diese beidseitig berühren.


Der Südpeloponnes zeigt sich von seiner schönsten Seite, kommen Sie mit und erleben Sie es selbst. «Kalos irthate» – herzlich willkommen auf einer meiner nächsten Reisen.

 

Meine Tipps 

1. AKTIV: Der Abstieg auf schmalem Pfad durch die wilde Langadiotissa-Schlucht lässt mich immer wieder innerlich jubeln – die atemberaubenden Ausblicke hinunter ins Flussbett und die unberührte Natur – ich tanke Energie.
 
2. WISSEN: Kap Tenaro: Wir erreichen den südlichsten Punkt der Balkanhalbinsel zu Fuss. Um uns herum das tobende Meer. Mir geht es jedes Mal wieder unter die Haut an diesem Ort zu stehen.
 
3. GENUSS: Unvergesslich ist das einfachste aller Mittagessen bei Takis auf dem Dorfplatz. Wir sitzen unter den Maulbeerbäumen, während er Gericht um Gericht aus der winzigen Küche trägt.


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