Ortasee und Lago Maggiore

Barbara Frey | 21.09.2017

Fünf Tage Italien ohne allzu lange Anreise und trotzdem mit allem, was dazugehört: italienische Gastfreundschaft mit leckerem Essen und herrlichem piemontesischem Wein; gemütliche Wanderungen mit traumhaften Ausblicken sogar auf den Monte Rosa; die Möglichkeit des Besuchs von mit eindrücklichen Fresken und Statuen ausgeschmückten Wallfahrtskirchen; ein Hotel in erhöhter Lage über dem Ortasee mit Schwimmbad, falls der See doch ein bisschen zu kühl ist; ein Frühstückstisch auf der Hotelterrasse, sodass man bereits am Morgen früh den Blick und die Gedanken schweifen lassen kann!

Ausgangspunkt ist Bellinzona, wo wir in den Bus steigen, der uns während dieser Tage immer wieder eindrückliche Transfers schenken wird. Obwohl Bellinzona mindestens einen Tag wert wäre, fahren wir direkt Richtung Süden, denn unser Ziel ist ja „ännet der Grenze“! Es heisst „sponda ricca“, das Westufer des Lago Maggiore, wegen der Villen, den Pärken, den Kunstschätzen und den kleinen, hübschen Dörfern. Bereits im Jahr 1754 hat Montesquieu den Langensee als „den schönsten Ort der Welt“ beschrieben! Unser erster Halt ist dann auch tatsächlich in einem traumhaften Park auf der Nordostseite der Landzunge Castagnola in Verbania: Villa Taranto mit mehr als 3000 Pflanzen aus aller Welt, ein englischer Garten wie ein Eden!

Weiter geht’s dem Westufer entlang, hier kann man bereits einen ersten Blick auf die Borromäischen Inseln erhaschen, am Seeende geht´s nun den Ausläufern des Bergs Mottarone und dem Fluss Strona entlang, und nach dem letzten einer Reihe von Tunnels: WOW! Vor unseren Augen liegt der Ortasee, umgeben von Hügeln und am Horizont das schneebedeckte Massiv des Monte Rosa. Da muss man vor freudiger Überraschung grad ein paar Mal leer schlucken…

Und schon bald taucht auch die Landzunge mit Orta San Giulio auf. Wir werden direkt vor dem Hotel abgeladen und hier entsteigt bereits ein zweites WOW, denn die Aussicht auf den See und die berühmte Insel San Giulio ist einfach sagenhaft.

Die folgenden Tage sind dem Erkunden des Ortasees gewidmet, mit leichten Wanderungen dem Ufer entlang und in der Höhe; mit immer genügend Zeit zum anschliessenden „dolce far niente“, sei es nun im hoteleigenen Pool oder im Dörfchen San Giulio. Am zweitletzten Tag lassen wir uns über die Hügel nach Palestro führen und wandern auf einem Höhenweg über dem Lago Maggiore Richtung Südosten. Immer wieder innehalten und den Blick über diesen See schweifen lassen, die Weite aufnehmen und einfach staunen, ob der Vielfalt der Natur und den prächtigen Bauten, den schimmernden Farben und dem angenehmen Lüftchen. Unten am See wartet ein leckeres Mittagessen auf uns und danach heisst´s „Schiff ahoi“! Wir tuckern über den See zur Einsiedelei Santa Caterina, die am Hang klebt und uns in eine andere Zeitepoche und eine andere Welt versetzt. Still und andächtig kehren wir aufs Boot zurück.

Beim Umfahren der Borromäischen Inseln können wir einen Blick auf die monumentalen, barocken Paläste und die majestätischen, prachtvollen Gärten werfen, ebenfalls Dokumente einer anderen Epoche. Zum Abschluss reicht die Zeit noch für einen Bummel durch Stresa.

Am letzten Tag „erklimmen“ wir den Monte Sacro von San Giulio direkt vom Hotel aus, ein würdiger Abschluss einer Ferienwoche voller eindrucksvoller, wohltuender, fröhlicher, sinnlicher, unbeschwerter, weltlicher und geistiger Momente.


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