Den «schwimmenden Garten» im Atlantik zu Fuss entdecken

Sarina Amstutz | 24.05.2017

Der Frühling liegt in der Luft! Angenehme Temperaturen, die Lage im Atlantik, prächtige Strelitzien, die regionale Küche, ein verwöhnendes Hotel und eine tolle Reiseleitung bieten ideale Ausgangslage für unvergessliche Wanderferien. Ein Glas Poncha, die gesunde Meeresluft und das milde Klima tun uns gut.

 

 

 

«Pflanzenteppiche» und «Schwäne» im Botanischen Garten

 

 

Durch die Lage im Atlantik ist Madeira eine sehr grüne und fruchtbare Insel. Dennoch ist es erstaunlich, was hier alles wächst. Obwohl wir auf unseren Wanderungen bereits sehr viele verschiedene Pflanzenarten bewundern dürfen, darf ein Besuch im Botanischen Garten (Jardim Botânico da Madeira) nicht fehlen! Dank der idealen klimatischen Bedingungen gedeihen hier tropische sowie auch subtropische Pflanzen aus aller Welt. Inmitten des Gartens befindet sich ein sogenannter «Pflanzenteppich», welcher geometrische Formen darstellt. Rundherum findet man Orchideen, Strelitzien, Palmen, Kakteen und noch vieles mehr. Spannend sind auch die fantasievoll zurechtgeformten Pflanzen. Die Schwanenhals-Agaven, welche deren Namen verkörpern, sind jedoch unberührt! Neben den insgesamt ca. 2000 verschiedenen exotischen Pflanzenarten gibt es auch noch ein Museum mit Pflanzen- und Tierpräparaten sowie Fossilien. Wer den Garten erforscht hat, kann die friedliche Atmosphäre auch sitzend mit einem Glas frisch gepresstem Orangensaft geniessen und die Aussicht durch die Blumen, nach Funchal und dessen Hafen auf sich wirken lassen.

 

 

Kontrastreicher Wechsel ins Gebirge

 

«Man sollte möglichst einen sonnigen Tag für diesen Ausflug wählen und frühzeitig aufbrechen», heisst es im Reiseführer. Auf dem Pico do Arieiro angekommen überwältigt mich die weite und grandiose Sicht auf die Gebirgslandschaft. Wir haben das Glück und ein paar der kostbaren Sonnenstunden erwischt. Nach einem wunderbaren Spaziergang auf eine Aussichtsplattform kehren wir zurück zum Besucherzentrum. Unseren Besuch auf dem dritthöchsten Berg von Madeira (1818 m) lässt eine Musikgruppe, welche das Lied «Hallelujah» spielt, ausklingen. Die Gipfel hüllen sich langsam in Wolken und die Besucheranzahl steigt. Wir setzen unsere Reise nach einem Kaffee zufrieden fort.

 

 

Es war eine sehr vielseitige und erholsame Woche auf der «Insel des ewigen Frühlings». Porto Moniz mit seinen natürlichen Meeresschwimmbecken, Santana mit seinen strohgedeckten Häuser, die imposanten Felsformationen von Ponta São Lourenço und ein Grillplausch bei Einheimischen sind weitere Höhepunkte der Wanderreise «Madeira in Musse». Auch die Korbschlittenfahrt in die schöne Stadt Funchal bleibt mir in positiver Erinnerung.


Hinterlassen Sie uns einen Kommentar