Griechenland: Von kühlem Fahrtwind bis zuckersüssen Versuchungen

Claudia Zurfluh | 15.12.2016

Ein himmlischer Duft begrüsst uns, als wir in Athen aus dem Flugzeug steigen. Auf dem Peloponnes blühen bereits in voller Pracht Orangen-, Zitronen- und Olivenbäume, die einen einmaligen Geruch nach frisch gewaschener Wäsche verströmen. Dieses zauberhafte süsse Parfum der Natur wird uns während der ganzen Veloreise begleiten.

Wir werden von unserem treuen Chauffeur Charles vom Flughafen abgeholt und starten auf unsere erste Busfahrt nach Nafplion. Charles ist uns steht's mit Rat und Tat bei Fragen zum Velo oder FLYER während der ganzen Tour behilflich. Auch hat er immer eine feine Überraschung im Bus für uns bereit. Falls es mal nicht so rollt, hat Charles auch immer ein Plätzchen frei für eine Mitfahrgelegenheit. Wir werden rundum gut versorgt und verwöhnt.

Aus der Vogelperspektive sieht die Peloponnes Halbinsel einer Hand mit vier Fingern ähnlich, darum wird bei den einzelnen Landzungen auch von Fingern gesprochen. Die fruchtbare Landschaft bietet ein überraschend grünes Bild auf dem ersten Finger der Peloponnes Hand. Leuchtend rote Mohnblumen und steile Hügelzüge prägen die Szenerie. Die kleine baumeler Velogruppe radelt während den nächsten 11 Tagen frisch und fröhlich durch die blühenden Orangen- und Olivenhaine oder auf gut befestigten Strassen mit oft Sicht auf das tiefblaue Meer. Einige Höhenmeter werden während den Velotouren überwunden, jedoch nehmen wir diese Anstrengungen gerne in Kauf. Die eindrückliche Landschaft des Peloponnes lässt die Glückshormone sprudeln und die Pedale bewegen sich fast von alleine. Nach jedem Aufstieg werden wir mit einer traumhaften Abfahrt belohnt.

Wir unternehmen Reisen in die Vergangenheit der Griechen und lassen uns in die Mythologie entführen. Unter kundiger Führung erfahren wir viel Interessantes über die geschichtlich bedeutende Stadt Mykene. Das Theater Epidauros erkunden   wir auf eigene Faust und sind beeindruckt über die Akustik, welche die alten Griechen in diesem offenen Theater erschaffen haben.

Aber nicht nur das Land selber lässt jedes Reiseherz höher schlagen. Egal wo wir mit unseren Velos oder FLYERN ankommen, werden wir mit viel Herzlichkeit begrüsst und bewirtet. Unsere tolle Reiseleiterin Rebecca führt uns ein in die griechische Küche und wir probieren alle Köstlichkeiten, egal ob salzig oder zuckersüss. Griechischer Salat, Zaziki oder frische Meeresfrüchte stehen bald täglich auf dem Speiseplan. Rebecca weiss aber nicht nur was lecker schmeckt, sondern spricht auch fliessend Griechisch. Nach einigen Tagen haben wir bereits einen kleinen Wortschatz wie Kalimera, Kalispera oder étsi k` étsi erlernt. Auch beweist Sie sich als Dolmetscherin, beim Austausch mit Einheimischen. Beispielsweise treffen wir auf unserer letzten Velotour einen Postboten, der so begeistert von unserem Velogrüppchen ist, dass er uns bittet ihm unbedingt einige Fotos zukommen zu lassen.


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